Die Gefährdungsbeurteilung – Betriebliche Sicherheit beim Umgang mit gefährlichem Gerät

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MEBA  bietet eine Vielzahl an Sägen und Maschinen, die Ihnen die Bearbeitung von unterschiedlich gearteten Materialien erlauben. Folglich ist es nicht weiter verwunderlich, dass bei falscher Anwendung große Gefahren für den Nutzer solcher Maschinen entstehen. Das gilt prinzipiell natürlich auch für viele andere industrielle und weitere Arbeitsfelder. Dass es entsprechende Vorgaben seitens des Gesetzgebers gibt, ist nicht weniger als eine logische Folge. Die Gefährdungsbeurteilung ist eine dieser Vorgaben, die im betrieblichen Alltag fast immer eine Rolle spielt und zur Sicherheit der Anwender beitragen soll. Worum geht es genau?

Darauf basiert die Gefährdungsbeurteilung

Selbstverständlich gibt es für die Gefährdungsbeurteilung eine gesetzliche Grundlage, die alle Eventualitäten versucht abzudecken. Hierbei ist der generelle Rahmen das Arbeitsschutzgesetz, welches innerhalb von Betrieben jeder Größe relevant ist. Das kann selbstverständlich die kleinsten Handwerksbetriebe ebenso treffen wie große Industriebetriebe, und natürlich auch mittelständische Unternehmen. Das Gesetz ist dabei relativ offen ausgelegt und bietet Unternehmen eine Vielzahl an Umsetzungsmöglichkeiten.

Mann beim Sägen

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Das bewertet die Gefährdungsbeurteilung im Betrieb

Die Namensgebung der Gefährdungsbeurteilung ist nicht grundlos so gewählt. So wird innerhalb des Arbeitsschutzgesetzes zwischen Gefährdungen und Gefahren unterschieden. Bei Gefährdungen handelt es sich dabei um potentiell eintretende Situationen, die es vor Aufnahme der Tätigkeiten zu verhindern gilt. Wichtig ist dabei, dass die Gefährdung quasi ohne Wertung vorliegt, während einer Gefahr beispielsweise eine Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden kann, sofern die Abläufe wie vorgesehen ablaufen. Wo diese Gefährdungen und Gefahren tatsächlich liegen ist allerdings von Betrieb zu Betrieb in Abhängigkeit von vielen Faktoren unterschiedlich und soll eben mittels einer Gefährdungsbeurteilung geprüft werden.

In diesen Fällen muss die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden

Bevor ein Betrieb seine Tätigkeit aufnehmen kann, ist selbstverständlich sicherzustellen, wo Gefährdungen liegen können. Das ist aber bei weitem nicht der einzige Fall, wo schwere Maschinen wie Sägen und weitere potentielle Gefährdungen durch die Gefährdungsbeurteilung überprüft werden müssen. Neben dieser Erstbeurteilung ist folglich auch bei gewissen Veränderungen innerhalb des Betriebes eine erneute Gefährdungsbeurteilung nötig. Das bezieht sich beispielsweise auf neue Arbeitsstätten oder auch neue Arbeitsstoffe. Selbstverständlich zählen auch Gerätschaften wie industrielle Sägen dazu.

Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung wird aber nicht nur bei praktischen Änderungen nötig, sondern auch in vielen anderen Fällen. Dazu können neue Organisationsformen zählen, aber auch veränderte Rahmenbedingungen, beispielsweise durch den Gesetzgeber. Ist es bereits zu einem Unfall gekommen, so ist diesem natürlich auch nachzugehen und eine anschließende Gefährdungsbeurteilung vor der Aufnahme des Betriebes durchzuführen. Insgesamt gibt es eine Vielzahl an Situationen in denen die Gefährdungsbeurteilung als zentraler Schritt für die betriebliche Sicherheit durchzuführen ist.

Die Prinzipien und allgemeinen Regeln der Gefährdungsbeurteilung

Gefahrschild

©123rf.com

Damit Gefahren und Gefährdungen in allen Betrieben selbst bei unterschiedlichen Ausprägungen innerhalb der Betriebe stets nach einem gewissen Standard durchgeführt werden können, gibt es gewisse Prinzipien und allgemeine Regeln, die der Gesetzgeber vorgibt. Eine dieser Regeln besagt beispielsweise, dass die Gefährdungsbeurteilungen in Abhängigkeit der potentiellen Arbeitsabläufe und somit auch immer in Abhängigkeit jedes einzelnen Betriebs durchgeführt werden muss. Somit soll die Prüfung also in allen Betrieben die notwendige Sicherheit bringen. Eine weitere Regel gibt auch potentielle Gefährdungsquellen vor. Neben ohnehin durchgeführten Abläufen und Prozessen können auch falsche Arbeitszeiten oder sogar unzureichende Qualifikationen von Angestellten eine entscheidende Rolle spielen.

Eine weitere Regel, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, besagt darüber hinaus, dass die Gefährdungen nach ihrer Entdeckung durch die Prüfung natürlich auch beseitigt oder zumindest vermindert werden sollten. Die Dokumentation der Prüfung ist ebenfalls vorgeschrieben und bietet gleich zwei Vorteile. Einerseits wird der Arbeitgeber dazu gedrängt, die Beurteilung tatsächlich gewissenhaft und vollständig durchzuführen, auf der anderen Seite ist die Einsicht durch den Gesetzgeber möglich. Es zeigt sich also erneut, dass die Beurteilung durchaus viele Regeln vorschreibt, allerdings auch immer an die Betriebe angepasst werden kann und muss.

Verantwortliche Personen für die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen

Neben den Inhalten und dem Zweck der Gefährdungsbeurteilung ist es natürlich von Bedeutung, festzustellen, wer überhaupt die Beurteilung durchführen kann und darf. In der Regel ist das keine einzelne Person, sondern eine Gruppe, die aus verschiedenen internen Mitarbeitern besteht, die im Bereich der Betriebssicherheit zuständig sind und beispielsweise durch Führungspersonen ergänzt werden. Für kleinere Betriebe gibt es hier selbstverständlich auch einfachere Lösungen. Die Möglichkeit externe Personen für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung zu Rate zu ziehen, ist selbstverständlich möglich. Neben Beratungen durch die zuständigen Behörden, Anstalten und Kammern, gibt es dafür eben auch verschiedene spezialisierte Dienste, die das Arbeitsumfeld so sicher wie möglich gestalten sollen.

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